Die Aktionsformen der Menschenrechtsorganisation
Amnesty International kämpft in einem hartem Krieg. Im Gegensatz zu ihren Gegnern setzen sie ihre Ziele ohne Gewalttaten durch. Stattdessen nutzen sie mehrere Aktionsformen, um den Menschen in Not zu helfen. Die bekannteste ist dabei die Fallarbeit, bei der eine Gruppe von Mitgliedern der Organisation einen politischen Gefangenen langfristig betreuen und helfen, im besten Fall bis sie seine oder ihre Freilassung erwirkt haben. Es gibt jedoch auch noch besondere Aktionen.
Briefe gegen das Vergessen
In einer Welt in der Ungerechtigkeit leider genauso zu Hause ist, wie die Gier nach mehr, hat es sich Amnesty International zur Aufgabe gemacht, auch den "vergessenen" Opfer Hilfe zu leisten. So kommen pro Monat drei Fälle auf die Bildfläche der Organisation, die etwas zurückliegen und nicht mehr unbedingt in den Medien beachtet werden, wie z.B. verschwundene Personen und Langzeitinhaftierte. Die Menschenrechtsorganisation hat es sich auch zur Aufgabe gemacht, den Nachwuchs bewusst zu machen, welche Verantwortung er trägt. Deswegen werden regelmäßig Aktionen an Schulen durchgeführt. Hier sollen öffentliche Vorträge über die Zustände in der Welt und ihre möglichen Lösungen dafür sorgen, dass sich immer neue Menschen der Hilfsorganisation anschließen. Das Medium Internet wird häufig für Online-Aktionen genutzt, da sie hier schnell viele Menschen erreichen können und ihre Proteste ein breites Publikum finden.
Urgent Actions
Besonders wichtig und erfolgreich in der Arbeit von Amnesty International sind die Eilaktionen, die 1973 eingeführt wurden. Hier werden schnell Mitglieder und Unterstützer gesucht, um innerhalb von 48 Stunden auf Menschenrechtsverletzungen reagieren zu können. Die gefundene Gruppe appelliert im Folgenden an die verantwortlichen öffentlichen Stellen des entsprechenden Landes um eine Situation zu entschärfen oder zu beenden.