Hilfe für die Flüchtlinge

In der arabischen Welt tobt ein erbitterter Kampf. Diesmal geht es jedoch nicht um religiöse Diskriminierung, sondern um den Wunsch nach Verbesserung der Lebensumstände der die Völker in den Protest führt. Am 17. Dezember 2010 begann die Revolution in Tunesien, in deren Folge das damalige Staatsoberhaupt das Land verließ und eine Übergangsregierung gebildet wurde. Noch ist das Land nicht unter einer stabilen gewählten Regierung. Während dieser Tumulte begann ebenfalls eine Flüchtlingswelle, die mehr als 5.000 Menschen zur italienischen Insel Lampedusa brachte.

Notstand auf Lampedusa

Aufgrund dieser hohen Zahlen in dem Flüchtlingslager und den dort herrschenden katastrophalen Zuständen verlangt Amnesty International nach einem Zuständigkeitssystem der EU. Neben den Flüchtlingen aus Tunesien sind schließlich inzwischen auch viele aus anderen Ländern Nordafrikas angekommen. Besonders die Zustände in Libyen lassen manche keinen anderen Ausweg sehen. Doch die Überfahrt garantiert kein besseres Leben. Erst sind die Flüchtlinge den Gefahren des Mittelmeers ausgesetzt, dann dem überfüllten Lager und bisher konnten sich die europäischen Länder noch nicht einigen, was mit den Gestrandeten geschehen soll.

Reaktion statt Apathie

Genau diese Unwissenheit muss geklärt werden. Außerdem sollte es den Menschen leichter gemacht werden, sich in Sicherheit zu bringen. Es ist furchtbar, wenn Menschen in dem Glauben auf eine bessere Zukunft auf hoher See ertrinken. Gäbe man stattdessen den Ländern im Umbruch Unterstützung in Fragen der Wirtschaft und Demokratie könnte man die Flüchtlingswelle vielleicht sogar stoppen.