Irene Khan - die erste weibliche internationale Generalsekretärin
Amnesty International kämpft für die Einhaltung der Menschenrechte auf der ganzen Welt. Dementsprechend sind sie auch vorbildlich mit ihrer Personalpolitik, die es ohne gesetzliche Frauenquote geschafft hat, im August 2001 eine Frau zur internationalen Generalsekretärin zu machen.
Menschenrechtsaktivistin, Juristin und Autorin
Die am 24. Dezember 1956 in einer Stadt in Bangladesh geborene Irene Zubaida Khan hatte acht Jahre lang diese Position inne. Vor ihrer Arbeit bei Amnesty war sie beim UNO-Flüchtlingskommissariat tätig. Aufgrund des Bürgerkriegs war sie bereits in ihrer Jugend mit der Nichteinhaltung von Menschenrechten konfrontiert worden und entwickelte schnell eine starke Moral, sowie eine soziale und demokratische Weltanschauung. Da ihre Eltern zu einer wohlhabenderen Familie gehörten, konnte sie die katholische Oberschule besuchen. Im Jahr 1971 wurden Irene und ihre beiden Schwestern jedoch zur Sicherheit in ein Internat in Nordirland gebracht, damit der Bürgerkrieg sie nicht treffen würde. Nach ihrem Schulabschluss ging sie an die Universität Manchester und begann ihr Jurastudium. Dies setzte sie später an der Harward Law School fort und spezialisierte sich auf das Völkerrecht. Im Jahr 1980 begann Irene ihre Arbeit für den Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen, wo sie zwischen 1991 und 1995 die Stelle als Senior Executive Officer innehatte.
Ihre Arbeit für Amnesty International
Als sie im August 2001 zur internationalen Generalsekretärin gewählt wurde, war sie nicht nur die erste Frau, die diese Position einnahm, sondern gleichzeitig auch noch die Erste, die der muslimischen Religion angehört und asiatischer Abstammung ist. Sie musste sich schon kurze Zeit nach ihrem Antritt Zuständen gegenüberstellen, die vollkommen neu waren. Die Terroranschläge vom 11. September 2001 sollten einen großen Einfluss auf ihre Arbeit und die Veränderungen innerhalb von Amnesty haben.