Warum werden Frauen gerne gerettet?

Männer als Retter in der Not


Eine Frau steht hilflos da, als der Pitbull auf sie zugestürmt kommt. Doch plötzlich stellt sich ein Mann vor die Frau und beschützt sie. Er vertreibt den Hund mit einem Stock und erntet dafür eine herzhafte Umarmung. Die kleine eingeschüchterte Frau klammert sich noch immer an die Jacke des starken Mannes, der ihr Halt gibt. Biologisch betrachtet sind Männer die Beschützer von Frauen. In alten Zeiten war das sogenannte schwache Geschlecht für Sammeln und Kinder zuständig, während die Herren der Schöpfung auf die Jagd gingen. Sie gingen ein hohes Risiko ein, um ihre Familie zu ernähren. Diese Urinstinkte haben sich bis heute bewahrt und deshalb lieben es Frauen unter den großen Schultern eines Mannes zu kuscheln.
Nicht nur Verhaltensmuster sind für diese Rollenverteilung zuständig. Da eine Frau im Durchschnitt deutlich schwächer als der Mann ist wird klar, wem die Evolution die Rolle des Hüters gegeben hat. Zwar gibt es auch mutige weibliche Exemplare, doch diese stellen eine Seltenheit dar. Im Normalfall ist der Mann für alles zuständig, was körperliche Arbeit erfordert. Diese Rollenverteilung macht sich auch im Job bemerkbar. Während eine Frau klassisch als Sekretärin oder Erzieherin arbeitet, schuftet der Mann hart auf dem Bau oder entscheidet in großen Unternehmen über die Zukunft von tausend Mitarbeitern. Die Führungsrollen sind klar verteilt und es müssen sogar Gesetze wie die Frauenquote eingeführt werden, um Gleichberechtigung gewährleisten zu können.


Attraktivitätsmerkmale des Helden

Die Gefahr ist nah, doch ein Mann spielt den Helden. So eine Person wirkt automatisch sehr attraktiv auf das gerettete Opfer, denn er redet nicht nur von großen Taten, sondern führt sie auch aus. Er handelt aktiv und das macht ihn zweifellos unwiderstehlich. Es handelt sich um einen Traummann, der nicht nur leere Worte spricht.
Solche Männer sind sehr selten, da sie viel innere Entschlossenheit benötigen. Dieses Merkmal äußert sich in absoluter Ehrlichkeit und vollkommener Willensstärke. So ein Mann hat natürlich viele Frauen die ihn verehren. Deshalb ist die Konkurrenz um ihn sehr groß und das lässt ihn noch attraktiver auf das weibliche Geschlecht wirken.
Rettungssituationen ergeben sich nicht immer und Kleinigkeiten des täglichen Lebens zählen nicht dazu. Wer einer Frau ein Taschentuch reicht, in der Hoffnung eine Heldentat vollbracht zu haben, sollte sich lieber noch ein paar Actionfilme ansehen. Dann wird der Unterschied zwischen einem Helden und einem Weichei schnell deutlich. Eine Heldentat muss nicht immer etwas extrem Gewagtes sein. Es reicht völlig aus, einer Frau mit ihrem kaputten Auto auf der Autobahn zu helfen.


Nur eine heiße Nacht

Allerdings ist nicht alles Gold, was glänzt. Solche Männer üben nur einen kurzzeitigen Reiz auf Frauen aus. Beide Personen haben sich in einer Extremsituation kennengelernt, die schnell verflogen ist. Die Begierde ist rasch vorbei und andere schlechte Charaktereigenschaften kommen immer mehr zum Vorschein. Dieser Prozess kann mit der berühmten rosaroten Brille verglichen werden. Sobald einige Zeit vergangen ist, fallen negative Merkmale ins Gewicht, die zuvor komplett ignoriert wurden.
Ein Held verfügt über eine starke sexuelle Ausstrahlung. Deshalb sieht ihn eine Frau eher als Abenteuer für eine Nacht an. Dieser Mann ist wegen seinem Mut und seinem Willen unwiderstehlich, doch dies sind keine Grundlagen für eine glückliche Beziehung. Eine Partnerschaft erfordert mehr Eigenschaften als Instinkte aus der Urzeit. So werden Charakterzüge schnell sichtbar, die der Frau gar nicht gefallen. Das Interesse verschwindet und der Held steht im Endeffekt ganz alleine da.
Für eine heiße Liebesnacht war der Mann hingegen bestens geeignet. Sollte der Rest jedoch zufällig stimmen, ist die Rettung der Frau eine wirklich romantische Geschichte, wie sich zwei Personen kennengelernt haben. Ihre Mitmenschen werden sie für diese einzigartige Story beneiden und das nicht ohne Grund.